Joint-Programme
Im Londoner Kommuniqué (Mai 2007) beschlossen die Hochschulministerinnen und –minister der am Bologna-Prozess beteiligten Länder, sich auf eine begrenzte Anzahl von Aktionsbereichen zu konzentrieren, u.a. auf die Mobilität von wissenschaftlichem Personal, Studierenden und Graduierten. Mobilität wird aufgrund ihrer verschiedenen positiven Auswirkungen als eins der Kernelemente des Bologna-Prozesses betrachtet; positive Auswirkungen sind etwa „die Schaffung von Möglichkeiten für persönliche Entwicklung, der Ausbau von internationaler Zusammenarbeit zwischen Einzelnen und Einrichtungen sowie die Qualitätsverbesserung der Hochschulbildung und Forschung; darüber hinaus verleiht die Mobilität der europäischen Dimension weitere Substanz.“ Die Minister waren sich darin einig, dass „Mobilität für Personal und Studierende“ durch die Entwicklung flexiblerer Curricula und Joint-Programme gefördert werden muss.
Joint-Programme sind Studienprogramme, die von mehreren Partnern aus verschiedenen Ländern gemeinsam entwickelt werden. Diese Programme sind ein direktes Ergebnis der Entwicklungen, die der Prozess der Bologna-Erklärung nach sich zieht: ohne die mit Bologna einhergehenden Reformen (z.B. die Einführung einer dreizyklischen Studienstruktur in allen europäischen Ländern und des ECTS-Kreditpunktesystems) wären Joint-Programme in Europa sehr schwer (wenn nicht gar unmöglich) einzurichten gewesen.
Die AEC betrachtet Joint-Programme (eins der ersten deutlich erkennbaren Ergebnisse von Bologna) als eine wichtige Gelegenheit für die weitere Entwicklung der Musikhochschulausbildung in Europa und hat ein praktisches Handbuch erstellt, um Musikhochschulen zu unterstützen, die eine gemeinsame Entwicklung eines (Masters-) Studienprogramms mit mehreren europäischen Partnern planen.
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Verfügbare Dokumente
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Wie man ein Joint-Programm in Musik entwickelt
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Dieses Handbuch veranschaulicht die einzigartige Gelegenheit von Joint-Programmen, Expertise und Ressourcen zu teilen und hochqualitative Programme zu entwickeln, die in der Lage sind, fähige Studierende und Lehrende zu gewinnen. Das Handbuch befasst sich mit Themen wie etwa der Vorbereitungsphase, dem an die Europäische Union gerichteten Finanzierungsantrag, Arbeitsmethoden, Management und Finanzen, Curriculum-Entwicklung, Qualitätssicherung, Testen und Evaluieren, Verbreitung und Informationsquellen. |