Begriffsglossar (letzte Aktualisierung: Juni 2007)

 

Bitte beachten Sie: Die in den Erläuterungen unterstrichenen Begriffe, die nicht als Hyperlink angelegt sind, werden an anderer Stelle in diesem Glossar erklärt.

 

Academic Training (Akademische Ausbildung) 

ECTS  

EHEA

 

Academic Training (Akademische Ausbildung)

Jegliche Ausbildung, die im Rahmen der höheren Ausbildung stattfindet. Obwohl dieser Ausdruck traditionsgemäß oft verwendet wurde, um die intellektuell ausgerichtete Ausbildung von der professionellen Ausbildung zu unterscheiden, welche die Berufsbefähigung zum Ziel hat, wird Ausbildung, welche die arbeitsmarktbezogene Qualifizierung zum Ziel hat, jetzt in sämtlichen Studien der höheren Ausbildung als wichtig erachtet.

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Accreditation (Akkreditierung)

Ein Prozess, in dem Qualifikationen (bzw. manchmal auch ganze Institutionen) evaluiert werden, um festzustellen, ob sie bestimmte akademische bzw. berufliche Kriterien erfüllen. Einer akkreditierten Qualifikation wird anerkannt, dass sie einem gewissen Standard entspricht und/oder inhaltliche Ansprüche erfüllt, die auf beruflicher Ebene gestellt werden.

Assessment (Bewertung)

Ein allgemeiner Ausdruck, der sämtliche Methoden umfasst, die zur Evaluierung/Beurteilung der Leistung einer einzelnen Person oder einer Gruppe angewendet werden.

Benchmarking

Ein Prozess, in dem Standards gesetzt werden hinsichtlich des Niveaus und üblichen Inhalts eines Studienabschlusses (z.B. ein Bachelor in Musik).

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BFUG - Bologna Follow-Up Group

Die BFUG setzt sich aus Repräsentanten sämtlicher Mitgliedsstaaten des Bologna-Prozesses und der Europäischen Kommission zusammen und bezieht den Europarat, EUA, EURASHE, ESU sowie die UNESCO/CEPES als beratende Mitglieder ein. Den Vorsitz dieser Gruppe, die mindestens zweimal jährlich zur Versammlung einberufen wird, hat das EU-Präsidentschaftsland, Vize-Vorsitzender ist das Gastgeberland der nächsten Ministerkonferenz.

Quelle: „Bologna to Bergen“-Website.

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Certification (Bescheinigung)

Der Prozess, in dem Urkunden oder Diplome ausgestellt werden, welche die offizielle Anerkennung der Leistungen eines Individuums im Anschluss an ein Prüfungsverfahren darstellen.

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Cohort (Studentenjahrgang)

Die Gruppe von Studenten, die ein Studienprogramm im gleichen Jahr angefangen haben, läuft unter der Bezeichnung „cohort“.

Quelle: Glossar des „Tuning“-Projektes

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Comparability (Vergleichbarkeit)

Die Vorstellung der Gleichwertigkeit von an unterschiedlichen Institutionen bzw. in unterschiedlichen Ländern angebotenen Qualifikationen desselben Typs. Vergleichbarkeit erfordert keine totale Konformität (siehe weiter unten: Vielfalt)

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Competence (Kompetenz)

Kompetenz umfasst: (A) Kognitive Kompetenz, die die Anwendung von Theorie und Konzepten einbezieht, sowie informales implizites, durch Erfahrung gesammeltes Wissen. (B) Funktionale Kompetenz (Fähigkeiten bzw. Know-how), Dinge, die eine Person tun können sollte, wenn sie in einem bestimmten Arbeits-, Lern- bzw. sozialen Tätigkeitsbereich zu tun hat. (C) Eigenkompetenz bezieht mit ein, dass man weiß, wie man sich in einer besonderen Situation zu verhalten hat. (D) Ethische Kompetenz, die gewisse persönliche und berufliche Wertvorstellungen mit einbezieht. Quelle: Commission of the European Communities: 'Towards a European Qualifications Framework for Lifelong Learning' (Brüssel, 8. Juli 2005).

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Continuing education and training / Continuing professional development (Fortbildung und Schulung / Berufliche Weiterbildung)

Ausbildung bzw. Schulung, die nach der eigentlichen Ausbildung bzw. nach Eintritt ins Berufsleben stattfindet und Individuen helfen soll:

- ihr Wissen und ihre Fertigkeiten zu verbessern bzw. auf den neuesten Stand zu bringen

- neue Fertigkeiten für einen Berufswechsel bzw. eine Umschulung zu erwerben

- ihre persönliche berufliche Weiterbildung fortzusetzen

Quelle: Commission of the European Communities: 'Towards a European Qualifications Framework for Lifelong Learning' (Brüssel, 8. Juli 2005).

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Course Unit (Kurseinheit)

Eine separate, in sich geschlossene, formal strukturierte Lernerfahrung. Diese sollte einen klar gegliederten und eindeutigen Satz Lernergebnisse umfassen, in dem die anzueignenden Kompetenzen und adäquate Prüfungskriterien dargestellt werden. Kurseinheiten können unterschiedlich viele Kreditpunkte zugeordnet werden, siehe auch „Module“.

Quelle: Glossar des „Tuning“-Projektes

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Credit Point System (Kreditpunkt-System)

Ein System, durch das dem Gesamtvolumen des von einem Studenten innerhalb eines Jahres durchgeführten Studiums (Unterrichtszeit plus Zeit für selbständiges Studium) ein Zahlenwert zugeordnet wird. Dieser Wert wird daraufhin den verschiedenen vom Studenten belegten Fächern, Einheiten bzw. Modulen entsprechend unterteilt. Die Anzahl der erlangten Kreditpunkte ist selbst noch kein Maß für das erreichte Niveau. Wenn ein Student in einer Einheit durchfällt, bekommt er keine Kreditpunkte; wenn er besteht, bekommt er sämtliche Kreditpunkte für die Einheit. Kreditpunkte können bei der Gestaltung eines Studiengangs hilfreich sein, zumal sie ein Maßsystem für das relative Volumen der verschiedenen Elemente des Studiengangs darstellen. Sie werden zunehmend dazu eingesetzt, um das an einer Institution Erlernte von einer anderen Institution anerkennen zu lassen. Dies erleichtert die Mobilität.

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Curriculum

Das Wort „Curriculum“ beschreibt den Studiengang, der von einem Lehrinstitut angeboten und von dessen Studenten belegt wird: es schließt die Definition von Unterrichtszielen (Lernergebnissen – siehe weiter unten), Inhalt, Methoden (inklusive Prüfung) und Lehrstoff sowie Vorkehrungen für die Schulung von Lehrern und Ausbildern ein.

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Diploma (Diplom)

Der Begriff „Diplom“ kann verschiedene Bedeutungen haben. Die folgenden drei Beispiele decken die wichtigsten Möglichkeiten ab:  

  • Ein Dokument, das eine erlangte Qualifikation ausweist
  • Die am Ende des ersten Zyklus’ erlangte Qualifikation
  • Eine Qualifikation mit professioneller Bedeutung bzw. professionellem Status.

Zum Beispiel werden an manchen Musikhochschulen sämtliche Qualifikationen, einschließlich den auf höchstem Niveau erlangten, „Diplom“ genannt.

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Diploma Recognition (Diplomanerkennung)

Die Anerkennung von Titeln, Abschlüssen, Qualifikationen und Studienaufenthalten im Ausland ist ein wichtiges Mittel bei der Erleichterung der Mobilität von Studierenden und Studienabsolventen in Europa. Es muss unterschieden werden zwischen der Anerkennung für akademische Zwecke (weil jemand sein Studium fortsetzen möchte) und beruflichen Zwecken (weil jemand in einem bestimmten Beruf arbeiten möchte). Es wurde ein Netzwerk nationaler Informationszentren für die Anerkennung von Diplomen eingerichtet. (NARICs: www.europa.eu.int/comm/education/socrates/adnaric.html).

Diese Zentren geben Auskunft zu nationalen Anerkennungsverfahren auf akademischer Ebene. 

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Diploma Supplement (Diplom-Beilage)

Ein Dokument, das Auskunft zum Studiengang, Arbeitsvolumen und den Abschlusszensuren erteilt. Es dient der besseren Information von Arbeitgebern, fördert die internationale Transparenz und erleichtert die akademische und professionelle Anerkennung von Qualifikationen (Diplome, Abschlüsse, Zeugnisse etc.).

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Diversity (Vielfalt)

Die Bologna-Erklärung basiert auf „der uneingeschränkten Achtung der Vielfalt der Kulturen, der Sprachen, der nationalen Bildungssysteme und der Autonomie von Universitäten“.

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Dublin-Descriptors (Dublin-Deskriptoren)

Von der Joint Quality Initiative entwickelte Beschreibungen für Qualifikationen, die Studierenden nach Abschluss des Studiums auf höherer Bildungsebene verliehen werden. Siehe auch weiter unten PDD.

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ECTS

In der Bologna-Erklärung wird vorgeschlagen, dass die höhere Ausbildung in Europa auf Studiengängen basieren sollte, die mit dem europäischen Kredittransfersystem (ECTS) kompatibel sind. ECTS dient als „Umrechungsinstrument“ für die unterschiedlichen nationalen Bildungssysteme und ist ein wichtiges Mittel beim Abbau von Mobilitätshindernissen. Die Hauptinstrumente, die für das Betreiben des ECTS und zur Erleichterung der akademischen Anerkennung eingesetzt werden, sind das Informationspaket, die Lernvereinbarung und die Abschrift der Studiendaten. Im ECTS-Kreditsystem entspricht ein Vollzeit-Studienjahr 60 Kreditpunkten. Das Arbeitspensum eines Studenten in einem Vollzeit-Studienprogramm in Europa beträgt meistens um 1500 – 1800 Stunden pro Jahr, und in diesen Fällen steht ein Kreditpunkt für etwa 25 bis 30 Arbeitsstunden. ECTS bietet außerdem eine Benotungsskala, die dazu benutzt werden kann, Noten, die in einem nationalen System gegeben wurde, in die ihr am ehesten entsprechende Note eines anderen Systems umzurechnen.

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EHEA

European Higher Education Area (Höherer Europäischer Bildungsraum)

Der Bologna-Prozess bezweckt die bis 2010 abgeschlossene Schaffung eines Höheren Europäischen Bildungsraums und die weltweite Förderung des europäischen Systems der höheren Bildung.

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Employability (arbeitsmarktbezogene Qualifizierung)

Die Relevanz von Wissen, Fähigkeiten und Kompetenzen, die mittels einer den Anforderungen des Arbeitsmarktes/Berufes genügenden Ausbildung erlangt wurden.

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EMU

European Music School Union (Europäische Musikschulunion)

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ENQA

European Association for Quality Assurance in Higher Education (Europäischer Verband für Qualitätssicherung in der höheren Ausbildung)

ENQA verbreitet Informationen, Erfahrungen und bewährte Praxis auf dem Gebiet der Qualitätssicherung (QA) in der höheren Ausbildung in Europa unter europäischen QA-Agenturen, öffentlichen Behörden und höheren Ausbildungsinstitutionen. Seine Mitglieder sind Qualitätssicherungsagenturen in den Signatarstaaten der Bologna-Erklärung.

Quelle: http://www.enqa.eu/index.lasso

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EQF

European Qualifications Framework for lifelong learning (Europäischer Qualifikations- rahmen für lebenslanges Lernen)

Das Kernstück des EQF ist eine Zusammenstellung von acht Referenzniveaus, die beschreiben, was ein Lernender unabhängig vom System, in dem eine bestimmte Qualifikation angeeignet wurde, wissen, verstehen und tun können sollte – ihre „Lernergebnisse“. Als Instrument für die Förderung des lebenslangen Lernens umfasst der EQF allgemeine und Erwachsenenbildung, Berufsausbildung und Schulung sowie höhere Bildung.

Quelle: Education and Training site der EC-Website

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Formal Learning (Formales Lernen)

Formales Lernen findet typischerweise in Ausbildungs- und Schulungsinstituten statt. Es ist in Bezug auf Lernziele, Dauer, Inhalt, Methode und Beurteilung strukturiert und wird durch ein Zeugnis dokumentiert.

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Formal education / Formal learning (Formale Ausbildung / Formales Lernen)

Wenn wir unsere Unabhängigkeit aufgeben und uns einem Programm anschließen und dessen intern auferlegte Disziplin akzeptieren, befinden wir uns inmitten der formalen Ausbildung. Formale Ausbildung findet an Schulen und Ausbildungsinstituten statt; formales Lernen geschieht in einem organisierten und strukturierten Kontext, der eindeutig zum Lernen bestimmt ist, und kann zu einer formalen Anerkennung führen (Diplom, Zeugnis). Es umfasst das hierarchisch strukturierte und chronologisch gestaffelte „Bildungssystem“: von der Grundschule bis zur Universität, einschließlich der allgemeinen und spezialisierten (Berufs-) Ausbildung.

Quellen: Rogers (2004), (www.infed.org)

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Framework of Qualifications for the European Higher Education Area (Qualifikationsrahmen für den Europäischen Bildungsraum)

Ein übergreifender Rahmen, der das Verhältnis zwischen nationalen „Bologna“-Qualifikationsrahmen in der höheren Bildung und den darin enthaltenen Qualifikationen transparent macht. Es handelt sich dabei um einen Artikulationsmechanismus zwischen nationalen Rahmen.

Quelle: „Bologna to Bergen“-Website

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Generic competences (Allgemeine Kompetenzen)

Tuning unterscheidet zwischen drei Arten von allgemeinen Kompetenzen:

1. Intrumentale Kompetenzen: kognitive Fähigkeiten, methodologische Fähigkeiten,
    technologische Fähigkeiten und sprachliche Fähigkeiten;

2. Zwischenmenschliche Kompetenzen: individuelle Fähigkeiten wie soziale Eignung
    (soziale Interaktion und Kooperation);

3. Systembezogene Kompetenzen: Können und Fertigkeiten hinsichtlich ganzer Systeme
    (Kombination aus Verstehen, Sensibilität und Wissen; vorherige Aneignung von
    instrumentalen und zwischenmenschlichen Kompetenzen erforderlich).

Quelle: „Tunig“-Projekt 

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Higher Education (Höhere Bildung/Ausbildung)

Die Ausbildung, die nach der üblichen allgemeinen Schulausbildung auf einem deutlich höheren Niveau stattfindet. Studierende beginnen die höhere Ausbildung im Allgemeinen mit etwa 18 Jahren, wobei die höhere Ausbildung auch Teil des lebenslangen Lernens sein kann. Obwohl der professionelle Aspekt der höheren Ausbildung immer mehr an Bedeutung gewinnt (siehe oben Akademische Ausbildung, siehe weiter unten professionelle Ausbildung) erwartete man von der höheren Ausbildung traditionellerweise, dass sie fortgeschrittene intellektuelle Aktivität um ihrer selbst willen ist.

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Informal Learning (Informales Lernen)

Lernen, das aus Alltagsaktivitäten in Zusammenhang mit Arbeit, Familie oder Freizeit entsteht. Es ist nicht strukturiert (im Sinne von Lernzielen etc.) und wird üblicherweise auch nicht durch ein Zeugnis dokumentiert.

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Informal education / Informal learning (Informale Bildung / Informales Lernen)

Informale Bildung ist der wahrhaft lebenslange Prozess, in dem sich jedes Individuum Haltungen, Werte, Fertigkeiten und Wissen aus der täglichen Erfahrung und den bildenden Einflüssen und Ressourcen seiner Umgebung aneignet: Familie und Nachbarn, Arbeit und Freizeit, Bibliothek und Massenmedien. Informales Lernen kann bewusst wie auch unbewusst geschehen und umfasst Lernen durch Interaktion mit anderen (Peers, Familie, etc.), die nicht als Lehrer in formaler Funktion agieren. Informales Lernen beinhaltet ungeplante und geplante Lernaktivitäten, die jedoch innerhalb der Erziehungs- und Ausbildungssysteme nicht offiziell anerkannt sind. Quelle: www.infed.org.

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Learning outcomes (Lernergebnisse)

Die spezifischen intellektuellen und praktischen Fertigkeiten, die durch den erfolgreichen Abschluss einer Einheit, eines Kurses oder eines ganzen Studienprogramms angeeignet und getestet wurden. Diese drücken aus, was ein erfolgreicher Student nach Abschluss eines Lernprozesses wissen, verstehen und darstellen können sollte. Die AEC hat fächerspezifische Lernergebnisse für den ersten, zweiten und dritten Zyklus in der höheren Musikausbildung entwickelt.

Quelle:UK Europe unit DS Guide

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Lifelong learning (Lebenslanges Lernen)

Sämtliche Lernaktivitäten, ob formal oder informal, die im Leben unternommen werden mit dem Ziel, Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen aus einer persönlichen, staatsbürgerlichen, sozialen und/oder berufsbezogenen Perspektive zu erweitern.

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Lisbon Convention

Bezieht sich auf die Europa-Rat/UNESCO-Konvention zur Anerkennung von Qualifikationen bezüglich der Höheren Bildung in der europäischen Region, die im April 1997 in Lissabon verabschiedet wurde. Vollständiger Text siehe http://conventions.coe.int/Treaty/Commun/QueVoulezVous.asp?NT=165&CL=ENG

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Lisbon Strategy

Das Ziel der Lissabon-Strategie besteht darin, in der EU „ein starkes, dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen zu erzielen.“ Die ursprünglichen Ziele entstanden in Lissabon beim Europäischen Ratsgipfel im März 2000, und der angestrebte Termin für deren Erfüllung wurde für 2010 festgelegt. Die Lissabon-Strategie ist eng mit dem Bologna-Prozess verknüpft.

Siehe auch http://ec.europa.eu/education/policies/2010/et_2010_en.html

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Mobility (Mobilität)

Mobilität bedeutet die Fähigkeit von Studierenden, Lehrenden und Berufstätigen, sich frei zwischen Institutionen und Ländern zu bewegen, sei es zum Zweck eines Studiums auf höherem Ausbildungsniveau oder zwecks beruflicher Beschäftigung. Die Verbesserung der Mobilität kann der Internationalisierung der höheren Ausbildung, dem Erwerb interkultureller Kompetenzen und der Vorbereitung von Studierenden auf ein internationales Arbeitsumfeld dienen.

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Module (Modul)

Der Ausdruck Modul bezieht sich auf eine Kurseinheit in einem Modulsystem; dieses System basiert auf Kurseinheiten, denen die gleiche Anzahl Kreditpunkte zugeordnet ist (normalerweise 5 oder 6) bzw. ein Vielfaches dieser Zahl.

Quelle: Glossar des „Tuning“-Projektes

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Music industry (Musikindustrie)

Die Musikindustrie wird als aus sämtlichen Bereichen des musikalischen Arbeitsfeldes bestehend definiert, in dem Musiker beschäftigt werden: Darbietung und Aufnahme, aber auch Ausbildung in formalen und nicht-formalen Rahmen und „Community“-Situationen.

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Non-formal education / Non-formal learning (Nicht-formale Ausbildung / Nicht-formales Lernen)

Wenn wir in ein bereits bestehendes Lernprogramm eintreten, das wir jedoch unseren persönlichen Umständen anpassen, haben wir mit nicht-formaler Ausbildung zu tun. Jegliche organisierte Bildungsaktivität außerhalb des etablierten formalen Systems (z.B. Schulen und Lehranstalten – siehe formale Ausbildung), die identifizierbaren Lernklientelen und Lernzielen dienen soll, kann man als nicht-formale Ausbildung definieren. Nicht-formale Ausbildung ist normalerweise äußerst kontextualisiert und partizipativ.

Quelle: Rogers (2004), www.infed.org.

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PDD

Polifonia/Dublin Descriptors (Polifonia/Dublin-Deskriptoren), (Musik-) sektorbezogene Bearbeitung der Dublin-Deskriptoren

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Portfolio career (Portfolio-Karriere) 

Eine simultane oder aufeinander folgende kurze und/oder Teilzeit-Beschäftigungsperioden umfassende Karriere, die verschiedene Bereiche des Musikberufes widerspiegelt. 

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Pre-college education (Vor-Hochschulausbildung)

Ausbildungsphase, in der junge Musiker ausgebildet werden, bevor sie sich einer Aufnahmeprüfung für höhere Ausbildung in Musik unterziehen. Diese Ausbildung ist häufig zumindest teilweise privat (durch Eltern) finanziert und kann auch in einem nicht-formalen Rahmen stattfinden.

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Professional Training (Professionelle Ausbildung)

Ausbildung als spezielle Vorbereitung zu einem Beruf. Diese kann eine wesentliche intellektuelle Komponente enthalten, sollte der jeweilige Beruf entsprechende Anforderungen an allgemeine, übertragbare Fertigkeiten stellen.

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Quality Assurance (QA) (Qualitätssicherung)

Kollektive Bezeichnung für die Systeme, welche Studiengänge, Qualifikationen und Institutionen kontrollieren zur Sicherung von Zuverlässigkeit, Konsistenz, der Einhaltung ordentlicher und strenger Vorgehensweisen und zur Sicherung von hohen Standards. Die Bologna-Erklärung schlägt einen Rahmen europäischer Kooperation in der Qualitätssicherung vor zu dem Zweck, vergleichbare Kriterien und Methodologien zu entwickeln.  

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Quality Assessment/Evaluation (Qualitätsbewertung/Evaluierung)

Derjenige Bereich der Qualitätssicherung, in dem Standards des Lehrens und Lernens in Institutionen direkt bewertet werden. Dies kann entweder durch eine Selbst-Bewertung, durch Besuche von externen Teams oder wie vor allem üblich durch eine Kombination aus beidem geschehen.  

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Readability (Verständlichkeit)

Der Umfang, in dem eine Qualifikation und deren Beschreibung durch eine Institution vor dem Hintergrund der Tradition und Terminologie einer anderen Institution verstanden werden kann.

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Research (Forschung)

Das Wort „Forschung“ wird verwendet, um eine ganze Reihe von Aktivitäten abzudecken, deren Kontext häufig mit einem Studiengebiet verbunden ist; der Ausdruck wird hier angewendet, um eine auf systematischem Verstehen und kritischem Bewusstsein von Kenntnissen basierende sorgfältige Studie oder Untersuchung zu repräsentieren. Das Wort wird pauschal eingesetzt, um der Spanne an Aktivitäten gerecht zu werden, die originelle und innovative Arbeit innerhalb der breitgefächerten akademischen, beruflichen und technologischen Gebiete einschließlich der Geisteswissenschaften sowie traditionellen, darstellenden und anderen kreativen Künsten unterstützen; es wird in keinerlei begrenztem oder einschränkendem Sinne oder einzig auf eine traditionelle „wissenschaftliche Methode“ bezogen verwendet. 

Quelle: Dublin-Deskriptoren

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Transparency (Transparenz)

Die erreichte Qualität, wenn ein Verständlichkeitsniveau (siehe oben) gegeben ist, das es einem Außenstehenden erlaubt, direkt die Details der Qualifikation zu sehen.

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Tuning

Der Ausdruck stammt aus dem Projekt „Tuning Educational Structures in Europe“ (http://tuning.unideusto.org/tuningeu/), das die politischen Ziele, die 1999 im Rahmen der Bologna-Erklärung gesetzt wurden, mit dem höheren Ausbildungssektor verbindet und praktische Hilfsmittel für die Implementierung dieser Ziele entwickelt. 

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2-cycle system (zweizyklisches System)

Die Bologna-Erklärung verlangt nach einer 2-Phasen- bzw. zweizyklischen Organisation der höheren Ausbildung in Europa – „undergraduate“ und „postgraduate/graduate“ (diese Ausdrücke werden austauschbar eingesetzt). In mehreren europäischen Ländern ist noch immer das einzyklische Studium in der höheren Ausbildung der Künste recht verbreitet. Auch die Gesamtlänge der Studien variiert. In vielen Ländern wird die Qualifikation des ersten Zyklus’ „Bachelors Degree“ und des zweiten Zyklus’ „Masters Degree“ genannt.

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Dritter Zyklus

Ein Zyklus, der auf den ersten und zweiten Zyklus folgt (und teilweise auf diesen aufbaut) und häufig als Doktor bzw. PhD-Ebene bezeichnet wird.

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